Geschichte über die Entstehung dieser Skulptur - Hand Lebenslinie

 

Im Sommer 2001 fuhr ich mit ein paar Keramikerinnen zu Cesare Marcoto in Italien.

Für mich ist er ein begnadeter Künstler und ich habe viel bei Ihm gelernt.

Am ersten Tag ging unsere Gruppe mit Fotoapparaten bewaffnet durch Verona auf Motivsuche.

An eine Brücke fotografierte ich die Hände einer Bettlerin.

Diese Studie der Hände reizte mich. Da ich sehr genau arbeiten wollte arbeitete ich jede noch so kleine Linie meiner Hand in den Ton ein. Freihändig. Diese Skulptur ist kein Abdruck meiner Hand.

Gearbeitet wurde mit feinem italienischen Ton der rot ausbrennt. Dadurch sah die Hand so lebensecht aus das es schon erschreckend wirkte.

Da ich krank war und die Skulptur aber auf meiner nächsten Ausstellung zeigen wollte - die in Kürze stattfinden sollte, bat ich einen anderen Keramiker darum  mir die Hand zu glasieren. Was ich nicht bedachte war, dass in dieser Werkstatt eher mit "dicken" Glasuren gearbeitet wurde. Dadurch ist ein Teil meiner Feinarbeit leider überdeckt wurden. Um diese Lienen jedoch noch sichtbar zu machen habe ich die Hand mit Goldpuder eingepinselt.

Dadurch sind ein großer Teil der Linien wieder sichtbar und der Rest lässt sich erahnen. Es ist übrigens nur eine Hand. Das Foto ist eine Idee eines tollen Fotografen. Fotografiert wurde mit Spiegel um auch die feien Adern auf dem Handrücken sichtbar zu machen.

 

 

 

zurück